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Sexualmedizinerin Dr. Elia Bragagna, zusammen mit hochkarätigen Spezialisten, garantiert gesichertes Wissen.

Beschreibung der sexuellen Störungen

Schmerzhafter Geschlechtsverkehr (Dyspareunie)

Die meisten Frau macht im Laufe Ihres Lebens kürzere Phasen mit Schmerzen beim Geschlechtsverkehr durch. Ausgeprägte und lange anhaltende Schmerzen aber bewirken eine massive Einschränkung der Sexualität, bis hin zur Meidung jeder sexuellen Annäherung an den Partner.

Jede 3. Frau der Sexualambulanz im Wilhelminenspital berichtet über schmerzhaften Geschlechtsverkehr.
Die meisten Frauen haben einen jahrelangen Leidensweg hinter sich.
Sie berichten über verzweifelte Arztbesuche mit immer denselben Ergebnissen:
Entweder werden hartnäckige, immer wiederkehrende Infektionen im Genitalbereich festgestellt oder was als noch schlimmer empfunden wird – NICHTS!

Ursachen

Organisch

Zu unterscheiden ist wann diese Schmerzen auftreten.

Schmerzen beim genitalen Streicheln:

  • Entzündungen oder Verletzungen der Schamlippen oder der Klitoris

Schmerzen beim Einführen:

  • Pilzinfektionen oder andere Keime im Genitalbereich
  • Herpes im Genitalbereich
  • Verwundbare Scheidenschleimhaut durch Östrogenmangel
  • Infektionen oder Cysten der Genitaldrüsen (Bartholinische Drüsen und weibliche Prostata)
  • Narben im Genitalbereich (z. B. nach Operationen, Verletzungen, als Bestrahlungsfolgen, …)

Schmerzen im mittleren Scheidenbereich:
Harnröhrenentzündung, Blasenentzündung, selten eine angeborene Scheidenverkürzung

Schmerzen bei tiefen Penisbewegungen:

  • Zu heftige Bewegungen beim Geschlechtsverkehr,
  • Entzündungen und Tumore im kleinen Becken (z. B. der Eierstöcke und Gebärmutter), Endometriose, Zysten der Eierstöcke,
  • Schmerzen durch Hüftgelenksabnutzung oder Abklemmung der Nerven,

Schmerzen beim Orgasmus:

  • Durch Krämpfe der Gebärmutter (evtl. durch Östrogenmangel), der Bauchmuskulatur
  • Kopfschmerzen nach dem Orgasmus

Nicht organisch

Beim genaueren Nachfragen gaben je 1/3 der Frauen an, dass Sie eigentlich keine Lust auf Sex hätten oder aber, dass ihr Körper einfach nicht genug erregt sei, um im Genitalbereich feucht zu werden. Dieser Feuchtigkeitsfilm bietet aber für die empfindliche Scheidenschleimhaut einen Schutz.

Bleibt die Scheide zu trocken, dann wird durch die reibenden Bewegungen des Penis die sensible Schleimhaut der Scheide wundgerieben und schutzlos. Diese wehrlose Schleimhaut bietet so einen “wunderbaren” Boden für alle möglichen Keime, um dort eine Entzündung hervorzurufen. Diese Entzündungen wiederum schmerzen und dem Körper vergeht jede Lust auf Sexualität.

Viele Frauen geben aber genau dann, wenn Ihr Körper Zeit bräuchte um sich zu erholen, dem Drängen des Mannes nach Sexualität nach. Dieser Geschlechtverkehr erzeugt jedoch noch mehr Schmerzen.

Folgen

Neben den Sexzentren im Gehirn gibt es ein sogenanntes “Gefühlszentrum”, das die Aufgabe hat, angenehme und unangenehme Erlebnisse zu speichern und so dem Körper zu melden, was er meiden oder aber zulassen und genießen soll. Speichert dieses Zentrum immer wiederkehrende unangenehme sexuelle Erlebnisse, dann meldet es dem “Stress- oder Fluchtnerv” (Sympathikus-nerv), dass er keine Erregung in den Genitalen zulassen soll und die Frau wird ganz bestimmt nicht feucht.
Sie merken, ab hier erzeugt jede sexuelle Annäherung des Mannes nur noch Angst vor den bevorstehenden Schmerzen. Ihr Körper wird in der Folge meist lustlos oder fühlt einen heftigen Widerwillen gegen jede körperliche Berührung, bis hin zu Ekel.

Warum ihr Körper lustlos sein kann, lesen Sie bitte unter dem Kapitel Lustlosigket der Frau.

Therapie

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